Der Weg ist das Ziel

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So begegnet der Besuche auf den drei Wegen in den Boden eingelassenen "Stolpersteinen," die an die Ereignisse der Profan-, der Kirchen- und der Ortsgeschichte erinnern. Die Wege münden in ein gepflastertes Labyrinth, das die "Irrwege" de Geschichte symbolisiert und zugleich die Hoffnung auf ein Ziel und eine Mitte verdeutlicht.
Drei "Baccumer Türen" deuten mit Bibeltexten, aus den Kirchenvätern und aus den Bekenntnisschriften die Wege. Übergroße aus Stahl gefertigte "Fenster" umgrenzen die Ökumenische Mitte und erzeugen die Vorstellung eines fiktiven sakralen Raumes, zu dem die beiden alten Kirchen gehören, de zugleich aber offen ist für "Neues" von "oben" und praktischen Raum bietet für Feier und Begegnung.

Da die Geschichte der evangelisch - reformierten Gemeinde (wie auch der Grafschaft Lingen) eng mit der der Niederlande verwoben ist und ohne die letztere überhaupt nicht verstanden werden kann, erwuchs sehr bald die Notwendigkeit, sich niederländisch zu orientieren. So weitete sich der Begriff "ökumenisch" über den strickt theologischen Sinn hinaus auch auf die politische Einheit, eben auf die europäische Einigung und Nachbarschaft hin. In der Ökumenischen Mitte Baccums wird denn auch die Orts- und Konfessionsgeschichte in Beziehung gesetzt zu den Ereignissen der niederländischen Geschichte. So wurde eine der drei Wege als "niederländischer Lern Pfad" konzipiert. So soll dem Besuche Auge und Herz für die Verwobenheit unseres Ortes und des Landes mit der Geschichte der Niederlande und ihrer Kultur und Kräfte stärken für einen gemeinsamen Weg in gegenseitige Achtung und Solidarität.